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Karma: Die geheimnisvolle Wissenschaft des Guten

 

Hinduismus und Buddhismus lehren, dass gute Taten unser Leben positiv beeinflussen. Wissenschaftliche Studien bestätigen nun dieses fernöstliche Konzept des Schicksals. Wer Gutes tut, verfügt über eine stärkere Physis, mehr Zähigkeit und Hinduismus und Buddhismus lehren, dass gute Taten unser Leben positiv beeinflussen.

Wissenschaftliche Studien bestätigen dieses fernöstliche Konzept des Schicksals. Wer Gutes tut, verfügt über eine stärkere Physis, mehr Zähigkeit und mehr Willenskraft.

Der Löwe sah vor sich eine Maus und wollte sie soeben tottreten, als sie zu ihm sprach: »Wenn du mich jetzt tötest und frisst, dann wirst du nicht satt. Wenn du mir aber das Leben schenkst, dann helfe ich dir auch einmal, wenn du in Not bist.« Der Löwe lachte und ließ die Maus großmütig am Leben. Einige Zeit später ging er Jägern in die Falle. Sie fesselten ihn mit starken Riemen. Während er nachts auf seinen Abtransport wartete, kam die Maus vorbei. Sie nagte die Riemen durch und befreite den Löwen. Die winzige Maus konnte so dem starken König der Tiere seine Großmut vergelten. Diese altägyptische Tierfabel aus einem Papyrus des 14. Jahrhunderts vor Christus versinnbildlicht exakt die Lehre vom Karma (Sanskrit = Handlung). Darunter versteht man vor allem in den fernöstlichen Religionen ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung physisch wie geistig unweigerlich eine Folge hat. Im Hinduismus zum Beispiel führen gute Taten zu einem guten Karma, schlechte Taten zu einem schlechten Karma, das geprägt sein kann durch Unglück, Krankheit und Tod. Die Theorie vom Karma wird auch zur Erklärung von Armut und gesellschaftlicher Ungleichheit herangezogen. Die Buddhisten glauben, dass all ihr Handeln und Denken Karma bewirkt und so zu weiteren Verstrickungen in ihrem Schicksal führt. Da zum Konzept des Karmas zwingend auch der Glaube an die Wiedergeburt gehört, bedeutet jeder neue Lebensdurchgang eine Verlängerung der irdischen Mühsal. Ziel der Buddhisten ist es deshalb, überhaupt kein Karma mehr zu erzeugen und somit den schicksalhaften Kreislauf zu durchbrechen. Nicht nur die über zwei Milliarden Anhänger der buddhistischen und hinduistischen Religionen glauben fest an die Reinkarnation.

In der westlichen Welt sind Umfragen zufolge 25 Prozent der Bevölkerung davon überzeugt, dass sie schon einmal gelebt haben. So beteuert Hollywood-Legende Shirley MacLaine, dass sie Edeldame am Hof von Ludwig XIV. (1638–1715) war. Viele andere Stars wie Richard Gere, Penny McLean oder Ruth-Maria Kubitschek glauben ebenfalls an die Wiedergeburt. Auch in der Bibel findet sich der Grundgedanke des guten Karmas. »Irret Euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten«, schreibt der heilige Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater. Und der Apostel Matthäus hat uns in seinem Testament hinterlassen, Gutes zu tun: »Alles nun, was Ihr wollt, dass Euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.« Im Gegensatz zur christlichen Religion, die daran glaubt, dass Gutes im Himmelreich und Böses in der Hölle vergolten wird, hat das Karma der fernöstlichen Religionen schon zu Lebzeiten Einfluss auf unser Schicksal. »Die Auswirkungen von Karma sind unvermeidlich, und in früheren Lebenszeiten haben wir negatives Karma angesammelt, das nun unvermeidlich seine Früchte in diesen oder späteren Leben trägt«, sagt der Gott der Tibeter, der Dalai Lama. Gier, Zorn, Hass, Unwissenheit und Verwirrung erzeugen schlechtes Karma. Bescheidenheit, Güte und Einsicht führen zu positivem Karma. In seinem Buch »Path to Bliss« (Der Weg zur Glückseligkeit) schreibt der Dalai Lama: »Manche Menschen missverstehen das Konzept vom Karma. Sie nehmen die Lehre für sich so an, als sei alles vorherbestimmt und als gäbe es nichts, was das Individuum daran ändern könnte. Der Ausdruck Karma steht für aktive Kraft; es bedeutet, dass zukünftige Geschehnisse vollkommen in jedermanns eigenen Händen liegen.«

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